Cardhu, in der Speyside am Ufer des Flusses Spey selbst gelegen, geht zurück auf das Jahr 1824, als der Schwarzbrenner John Cumming eine Lizenz zum Whiskybrennen erhielt.
John und Helen Cumming begannen erstmals 1811 mit dem illegalen Destillieren.
1811 pachten John Cumming und seine Frau eine Farm in Cardow – ausgesprochen „Cardoo“ – und beginnen wie andere Farmer in der Nähe des Flusses Spey mit der Destillation in kleinem Maßstab. Sie waren so erfolgreich, dass die Destillerie 1824 lizenziert und Cardow genannt wurde.
Die ursprüngliche Destillerie befand sich hoch oben auf dem Mannoch Hill, oberhalb des Flusses Spey, da der Torf das Wasser weicher machte. Die Brennerei begann als Hofbrennerei, die nach der Ernte saisonal betrieben wurde. Die Brennerei wurde hauptsächlich von seiner Frau Helen Cumming betrieben, die früher durch das Fenster ihres Bauernhauses flaschenweise whisky an Passanten verkaufte.
John Cumming wird 1816 dreimal wegen Destillation ohne Lizenz verurteilt – obwohl wahrscheinlich seine Frau Helen die Destillateurin war. Die Nachbarn achten auf eine rote Fahne, die am Haus der Cummings weht, Helens Zeichen, daß sie einen Steuerbeamten im Haus hat..
Der Excise Act von 1823 senkt die Abgaben und Landwirte und Nebenerwerbsdestillateure können es sich leisten, für eine Lizenz zu bezahlen. John Cumming gehört zu den ersten Käufern einer solchen licence. Johns Sohn Lewis hat viele Freunde in der Whiskyindustrie, und sie raten den Cummings, neue Brennblasen für ihre junge Destillerie zu kaufen. George Smith, Gründer von Glenlivet, ist einer dieser Freunde – er kauft und vertreibt Cardows Whisky, bis die Cummings ihre eigenen Makler finden.

1885 wurde die Destillerie auf einem neuen Stück Land wieder aufgebaut, blieb aber weiterhin in den Händen der Cummings und wurde von Elizabeth Cumming, der Schwiegertochter von Helen Cumming, geführt. Die stills des alten Destilleriegebäudes wurden an William Grant verkauft, der dabei war die Glenfiddich Destillerie zu gründen.
Das neue Gebäude und die Stills bedeuteten, dass Cardhu die dreifache Menge an Whisky produzieren konnte, die es zuvor produziert hatte. Diese höheren Produktionsniveaus führen dazu, daß John Walker and Sons einen Großteil der Produktion von Cardhu kauften, um sie in ihre immer beliebter werdende blends zu geben.
1832 übernimmt Lewis die Leitung der distillery. Obwohl sie zu der Zeit als die kleinste im Lande gilt, erwerben sich Lewis und die Cardow distillery einen hervorragenden lokalen Ruf.
Resilient women, resoucevolle Frauen wie Helen Cumming, gehören zu Geschichte von Cardhu. Helen war es die in Cardhus illegalen Jahren als Destillerie eine rote Fahne hisste, um benachbarte Destillateure zu warnen, wenn ein excise man, ein Mann von der Steuer in der Nähe war. Ihre Nachfolgerin wurde ihre Schwiegertochter Elizabeth, die die Destillerie übernahm, als Ehemann Lewis Cumming starb.
John Walker & Sons kauften die distillery von der Familie Cumming 1893 um den Nachschub für die Johnnie Walker blends zu sichern. Elizabeth Cumming dverkaufte die Destillerie an Johnnie Walker and Sons unter der Bedingung, daß die Familie Cumming den täglichen Betrieb der Destillerie weiterführen konnte. Die Destillerie Cardhu arbeitete unter diesen Bedingungen bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs, als Kriegsbeschränkungen dazu führten, daß es schwieriger war, Gerste für Destillationszwecke zu verwenden.
Folgerichtig gehört sie heute zu Diageo und Cardhu ist immer noch ein Hauptbestandteil der Walker blends.

1884/85 wurde Cardhu komplett neu erbaut. 1960 wurden das still house, mash house und der tun-room der Brennerei umgebaut, und 1970 wurden steam coils eingeführt, um die stills zu beheizen, und die Anzahl der stills wurde auf sechs erhöht. Das Quellwasser aus Mannoch Hill wurde mit Wasser aus dem örtlichen Lynne Burn gemischt, um bei der erhöhten Produktion der Destillerie den Prozeß mit genügend Wasser zu versorgen. Erst 1981 wurde der Destilleriename in Cardhu geändert um zu ihrem whisky zu passen.

Zeitweise war Cardhu in einigen Gegenden der Welt, Teil der ziemlich beliebig gewordenen Classic Malt Selection. Aber nicht überall. Die Classic Malts wurden einerseits um Marken erweitert, die auch zuvor schon erhältlich waren, so Caol Ila, Royal Lochnagar und Knockando. Außerdem sind Glen Elgin und Clynelish neu auf dem Markt. Cardhu und Glen Ord werden ebenso nun zu den Classic Malts gezählt, sind aber nicht offiziel in Deutschland erhältlich. Auch die ursprünglich „Hidden Malts” genannten whiskies sowie die jährlichen, limitierten Abfüllungen der zweifach gereiften Distillers Editions und alle Special Releases in Faß-Stärke sind nun Teil der Cassic Malts Selection. Eine etwas eigenwillige Vertriebspolitik steht da dahinter.
Cardhu als 12 jährige Standardabfüllung der Brennerei, früher selbst in Afrika problemlos zu bekommen, wurde zeitweise ein Opfer seines Erfoges.
Die Nachfrage in Spanien, Italien und auch sonst war in den letzten Jahren so groß, daß die immerhin 12 Jahre zuvor erfolgte Produktion diesen Bedarf nicht vorhersehen und damit akut kaum decken konnte. Betriebswirtschaftlich nennt man dieses Phänomen ein "time lag". Nicht zuletzt die Tatsache, daß er in den Johnnie Walker blends eine Hauptrolle spielt trug zur Verschärfung der situation bei.
Nun gehört Cardhu zu UDV, Diageo, einem Weltkonzern, der Interesse daran hat, seine "Marken" zu vermarkten, so wie der Markt es hergibt. Daher kam das Mangement, oder das Marketing, 2003 auf die Idee, aus der "Marke Cardhu", einem etablierten single malt, einen vatted malt zu machen, d.h. ihn mit anderen malt whiskies aus dem reichaltigen Potfolio der UDV zu mischen, böse Zungen würden sagen, ihn zu strecken - oder schlimmeres. Die relativ kleine Cardhu Brennerei konnte und sollte nicht so einfach erweitert werden und die Befriedigung der großen Nachfrage durch Steigerung der Produktion hätte halt auch 12 Jahre gedauert.

Da Cardhu eben eine Marke ist, sollte der vatted malt weiter "Cardhu" heißen, unter Beugung des ungeschriebenen aber ehernen Gesetzes, daß ein single malt -fast immer- wie seine Destillerie heißt. Diese gute Idee von UDV, die dort auch für andere Marken mit hoher Nachfrage im Gespräch war, rief den Widerstand der schottischen Whiskyindustrie und ihrer Vereinigungen, und natürlich aller Maltliebhaber auf den Plan. Um diesen Widerstand zu umgehen, wollte UDV die Brennerei Cardhu in ihren alten gälischen Namen Cardow umbenennen, so hieß sie bis 1975 und den vatted malt weiter Cardhu nennen. Diese großartige Idee ging furchtbar nach hinten los, weil UDV erstens den Markennamen Cardhu für diesen neuen vatted malt verwenden wollte und zweitens die Verpackung kaum verändert hatte um bewußt in die Irre zu führen.
Da stand der Rest der schottischen whisky Industrie auf wie ein Mann und der "Cardhu Incident" war geboren. Um es abzukürzen, als Ergebnis der heftig und kontrovers geführten Auseinandersetzung, bei der William Grant Son (Glenfiddich) mit Klage gedroht haben sollen, ist, daß UDV den Cardhu komplett vom Markt genommen hatte. Für kurze Zeit war der vatted Cardhu mit fast identischem Etikett in der typischen Flasche auf dem Markt, zu unterscheiden an dem Austausch des Wortes "single" gegen das Wort "pure" und der Herkunftsbezeichnung "Speyside Whisky" anstatt "Highland Whisky".
Schmollend zog UDV den Cardhu daraufhin von allen Märkten zurück, es gab ihn nur noch in Spanien. Der unglückliche Pure Malt wurde eingestellt. Ab 2006 gab es den single malt wieder.

Mittlerweile gibt es Gegenden der Welt, wo Cardhu zu der Classic Malt Selection gehörte. Aber nicht überall. Que tempora, que mores. Die Vereinigung der schottischen Whiskyindustrie, Scotch Whisky Association, SWA sah sich bemüßigt, die whisky Kategoreien als Folge des Cardhu Incident neu zu definieren. Der Begriff "vatted malt", an dem UDV angesetzt hatte, soll verschwinden und durch "blended malt" ersetzt werden. Allerdings stoßen die neuen Bestimmungen nicht auf allgemeine Gegenliebe.
Der Prozeß in der Brennerei beginnt mit einer Porteus Mühle. Das Team verwendet leicht getorftes Malz. Die Fermentation findet in acht washbacks aus Douglasie über 80 Stunden statt, was für schottischen whisky ziemlich lang ist. Es gibt sechs Stills, drei spirit und drei wash stills, alle schlank und hoch, also viel Kupferkontakt. Der lyne arm neigt sich nach oben, wodurch mehr Rückfluss entsteht, und es ist ein shell and tube condenser im Einsatz. Das Ziel während des gesamten Prozesses ist es, einen leicht fruchtigen new make zu schaffen. Die Brennerei produziert jährlich rund 3,4 Millionen Liter Whisky.
Cardhu gilt als ein klassischer Einsteigermalt, weich, malzig und unkompliziert.

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