Amthor Heppenheimer Eckweg 0,75 ltr.
Roter Riesling, Prädikatswein trocken 2018

Amthor Heppenheimer Eckweg 0,75 ltr. Roter Riesling, Prädikatswein trocken 2018
Keine Bewertung
Lebensmittel-
unternehmer:
Weingut Amthor  
Bürgermeister-Kunz-Str.101
Inh. Barbara Amthor
64646 Heppenheim
Deutschland
Land: Deutschland  
Weinart: Weißwein  
Anbaugebiet: Hessische Bergstraße  
Sensorische Beschreibung: Trocken  
Rebsorte(n): Roter Riesling
Jahrgang: 2018
Alkoholgehalt: 12,00 % vol
Inhalt: 0,750 Liter
Gewicht: 1,200 kg
Enthält: Sulfite
Artikel-Nr.:6990403
  • 6,80 €

    inkl. 19% MwSt | exkl. Versandkosten
    Grundpreis: 9,07 €/Liter
  • Menge:
  • Lieferzeit: Lieferzeit 1-2 Tage *
Trinktemperatur: 8-10°C

Rebsorte: Roter Riesling

Charakteristik:
Im Aroma betont duftig und frisch nach Citrus und grünem Apfel.

Fruchtsäure gepaart mit dezenter Süße machen ihn besonders lebhaft.

Ein klassischer Riesling nur in allen Aspekten von allem etwas mehr, außer bei der Säure, hier hebt er sich nicht vom "weißen" ab.


Empfehlung: Überall wo ein Riesling paßt, nur kräftiger im Geschmack.

Herkunft: Das Weingut Amthor ist ein neues Weingut in Heppenheim an der Bergstraße.
Seit 2018 vermarktet der kleine Betrieb der Geisenheim-Absolventin Barbara Amthor die Weine von etwa 0,8 ha Rebfläche in Heppenheim an der Hessischen Bergstraße. Die Rebflächen befinden sich in den Heppenheimer Lagen Stemmler. Maiberg und Eckweg. Für die doch sehr kleine Rebfläche hat das Weingut einen breitgefächerten Rebsortenspiegel: Riesling, Roter Riesling, Weißburgunder, Chardonnay, Goldmuskateller, Spätburgunder und Cabernet Sauvignon. Die Weißweine vergären im Edelstahltank, der Cabernet Sauvignon durchläuft eine offene Maischegärung. Die Produktion umfasst etwa 6000 l pro Jahr.

Der Rote Riesling ist eine weiße Rebsorte mit rötlicher Haut. Sie gilt als mittelalterliche Urform des oft als "Königstraube" bezeichnten heutigen Rieslings. Bei diesem heutigen Riesling sind Farbmutationen ins braune oder rote bekannt, beim Roten Riesling aber keine ins "weiße" so daß man davon ausgehen kann, der rote Riesling ist die ältere Sorte. Beide waren seit dem Mittelalter häufig im "gemischten Satz" auf den gleichen Weinbergen vorhanden. Genetisch ist bisher kein Unterschied zwischen dem Roten Riesling und der weißen Königstraube bekannt. Der Rote Riesling ist jedoch etwas kräftiger und geschmacksintensiver. An der Bergstraße wurde im April 2008 im „Heppenheimer Eckweg“ mit einem Hektar der vermutlich „weltgrößte“ Weinberg der alten Rebsorte „Roter Riesling“ gepflanzt. Inzwischen ist er auch in der Großlage Schloßberg zu finden.
Zwar ist die genaue Herkunft nicht geklärt, aber erstmals ist er im Jahre 1490 in der Nähe vom nur 20km vom Bergsträßer Standort entfernten Worms erwähnt. Die autochtone rote Variante geriet aber langsam in Vergessenheit, denn sie ergibt „nur“ Weißwein.
Experten versprechen sich von dieser und anderen alten Sorten viel. Dem Roten Riesling könnte im Klimawandel eine neue Aufgabe zukommen. Seine dickere Haut ist gegenüber Hitze beständiger und schützt sie mehr vor Sonnenbrand. Andere Experten bezweifeln dies.
Dennoch beginnen im Rheingau inzwischen einige Weingüter Roten Riesling intensiver zu pflanzen und zu vermarkten. Die Forschungsanstalt Geisenheim unterstützt die Bemühungen den Roten Riesling in den deutschen Weinbaugebieten wieder anzusiedeln. Jedoch ist er außer im Rheingau und an der Hessischen Bergstrasse zurzeit sonst nirgendwo zugelasen, denn nur Hessen hat den Versuchsanbau erlaubt. Wie man hört, ist die Nachfrage aber groß. Der Rote Riesling hat auch in Österreich in einer Nische die Zeiten überstanden. Auch hier nicht offiziell zugelassen findet er sich zumeist jedoch bei einigen Weingütern im gemischten Satz und der ein oder andere Winzer liest ihn dort sortenrein aus.
Auch im Osten Deutschlands, in Höhnstedt steht Roter Riesling, der aber nicht mehr ausgebaut wird. Dennoch erscheint die Rückkehr der Rebe nicht aufzuhalten zu sein.