Charakteristik: In der Farbe leichtes Ockergelb. Im Aroma feines Blütenaroma, Grapefruit, Ananas, schwarze Johannisbeere, dezente Botrytis-Noten. Im Charakter vollmundig, ausladend, cremig, subtile Feinheit, zarte Quittenfrucht, leicht würziger Duft, dezente Säure, opulente Fruchtsüße, feinwürziges Bouquet, sehr gute, elegante Länge.
Empfehlung: Sehr schön zu zartem Gemüse, Risotto, Meeresfrüchten, Curry-Pfannengerichten, süß-sauer mariniertem Fleisch, herzhaftem Bergkäse, Roquefort, Desserts mit Honig, Melone oder Marzipan, Süßspeisen.
Herkunft: Die Winzergenossenschaft Westhofen sieht auf eine 86-jährige Erfolgsgeschichte zurück. Aber das vorrangige Augenmerk gilt der Zukunft. Mit erheblichen Investitionen in eine ständig modernisierte Kellertechnik, einer zunehmend umweltschonenderen Weinbergspflege und einem kompromisslosen Qualitätsmanagement stellen man sich dem wachsenden Qualitätsbewusstsein der Kunden. Rund 250 Winzerfamilien bewirtschaften etwa 345ha bester Lagen in Westhofen, Gundersheim, Hangen-Weisheim, Eppelsheim und Ober-Flörsheim. Sie liefern ihre gesamte Ernte der Rebsorten Riesling, Silvaner, Weißburgunder, Grauer Burgunder, Müller- Thurgau, Morio-Muskat, Gewürztraminer, Kerner, Bacchus, Faber-, Huxel-, Scheu- und Siegerrebe, Ortega und Albalonga, Dornfelder, Spätburgunder, Portugieser, Regent, Saint Laurent und Lemberger, nach strengen Qualitätskriterien selektiert, ausschließlich an die Genossenschaft. Zu einem großen Teil verteilen sich die jährlich erwirtschafteten 4 Millionen Liter Wein auf Riesling und Silvaner. Die weiteren 20 Sorten liefern kleinere Erträge. Die Qualität der breiten Produktpalette stellt sich durch Preise der DLG und Select Wine Challenge unter Beweis. Die Herbstmesse in Westhofen sowie der Weihnachts- und Bauernmarkt ziehen viele Besucher in die Region und animieren zum Besuch der Weinberge. Abgerundet wird das Sortiment durch Markensekte, Jahrgangs-Lagensekte, Perlweine, edle Brände, einen Traubensaft und eine Rebsortenschorle mit Malve. Viele Prämierungen, Landes-, Bundes- und Staatsehrenpreise unterstreichen das Qualitätsstreben. 1916 kreuzte der rührige Georg Scheu den Silvaner x Riesling und züchtete damit die Scheurebe. Sie bringt eine hohe Bodenverträglichkeit mit und findet somit auf den schweren, rheinhessischen Böden sehr gute Wachstumsvoraussetzungen. Die Weine der Scheurebe zeichnen sich durch eine feine, rassige Säure aus, sind oft elegant und haben einen an schwarze Johannisbeeren erinnernden Duft und Geschmack. 1927 züchtete Georg Scheu die Huxelrebe aus Gutedel x Courtillier musqué. Benannt wurde sie jedoch nach ihrem Förderer, dem Winzer Fritz Huxel aus Westhofen bei Worms. Bekannt ist Westhofen auch durch das Westhofener Kreuz.